Italien, Februar 2018

 

Nach 55 Tagen auf der iberischen Halbinsel stiegen wir am 14.2. voller Vorfreude auf die Fähre in Barcelona. Wir freuten uns auf Pizza, Pasta und La Dolce Vita.

Es sollte alles etwas anders kommen wie wir uns das vorgestellt hatten. In den ersten paar Tagen meinte es das italienische Wetter noch gut mit uns. Als erstes Stand der Besuch von Pompeji auf unserer To-do-Liste.

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Pompeji

Am 24. August 79 ereignete sich in der reichen Handelsstadt Pompeji das Unglück. Der Vesuv brach aus und begrub die Stadt binnen 3 Tagen unter eine 7 Meter hohe Asche- und Gesteinsschicht.

Heute sind zwei Drittel der Stadt wieder freigelegt. Ein Spaziergang durch die Stadt gleicht einer Zeitreise durch die römische Antike, denn durch den Vulkanausbruch wurde das Leben von damals konserviert und wie in einem Foto festgehalten.

Danach folgten ca. 14 Tage Regenwetter. Wir versuchten natürlich die wenigen sonnigen Stunden zu nutzen die wir hatten. Für einen Tag fuhren wir mit dem Bus die Amalfiküste entlang. In allen Reiseführern angepriesen und auch bei der Highsociety beliebt, zeigte sich uns die Amalfitana nicht von ihrer schönen Seite. Uns ist vor allem der herumliegende Müll an den Straßen in Erinnerung geblieben. Was leider in ganz Süditalien ein großes Problem darstellt.

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Amalfi

Bei der Weiterfahrt machten wir einen kurzen Halt bei einer Farm, die den für die Region Kampanien typischen Büffelmozzarella herstellt und besichtigten das Kloster Certosa di San Lorenzo.

Im Süden in Kalabrien angekommen war es immer noch regnerisch. Wir konnten nur erahnen wie wunderschön die Buchten mit ihrem azurblaue Wasser an Sonnentagen leuchten.

Als das Wetter endlich anfing besser zu werden hatten wir noch 8 Tage bis zu unserer Weiterfahrt nach Griechenland. Wir wollten Matera, Lecce und die apulische Halbinsel besuchen und noch ein paar Tage am Strand entspannen.

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Matera

Bis Matera hatten wir es geschafft. Sie ist die berühmteste Höhlenstadt der Welt. Der weiche Tuffsteinfels, auf dem das heutige Matera gebaut ist, kann schon mit einfachen Mittel ausgehöhlt werden. Dadurch entstanden viele Höhlen, die als Wohnungen, Kirchen und die für die Wasserversorgung genutzt wurden.  Es ist kaum vorstellbar, dass die Bewohner noch bis in die 50er Jahr des 20. Jahrhunderts ihre Wohnungen in den Höhlen nutzen. Nur durch ein Gesetz, dass die Zwangsevakuierung anordnete, zogen die Bewohner aus den Höhlen aus und in Wohnungen, die auf dem Tuffsteinfels liegen, um. Dank vieler privater Initiativen ist diese einzigartige Höhlenstadt heute noch erhalten. Es gibt viele Kirchen, Museen und sogar Übernachtungsmöglichkeiten in den sogenannten Sassis. Matera zählt neben Aleppo und Jericho zu den ältesten durchgehend besiedelten Gebieten der Menschheit und ist 2019 europäische Kulturhauptstadt.

Den Rest unserer Reise haben wir nun leider streichen müssen. Da wir krankheitsbedingt nach Hause gefahren sind. Mit schwerem Herzen haben wir unsere Fähren und vorgebuchten Hotels in Griechenland abgesagt und liegen zu Hause im Wohnzimmer und hoffen, dass wir beide bald gesund sind damit wir neue Pläne schmieden können.

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